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Wohngebäudeversicherung - was ist zu beachten?

Das eigene Haus ist für viele Menschen die größte Anschaffung ihres Lebens. Daher ist es auf jeden Fall ratsam, die eigene Immobilie gut abzusichern. Dazu dient die Wohngebäudeversicherung (häufig auch nur als Gebäudeversicherung bezeichnet). Sie ist in Deutschland nicht Pflicht, jedoch immer dann sinnvoll, wenn der Eigentümer selbst darin wohnt und wenn er als Vermieter Schäden am Gebäude nicht auf die Mieter umlegen kann. Dabei darf die als Wohnung genutzte Immobilie auch einen gewerblichen Gebäudeanteil haben, so lange dieser nicht über 50 Prozent des Nutzungsanteils hinausgeht.

Welche Hausanteile sind bei einer Wohngebäudeversicherung abgesichert?

Der Versicherungsschutz umfasst die äußere Hülle des Bauwerkes, wie Mauerwerk, Dach, Türen und Fenster sowie alle Teile, die im oder am Gebäude fest installiert sind wie z.B. die sanitären Anlagen, Heizung, Einbauschränke, Treppenlift, ein fest verlegter Boden sowie Balkon und Terrasse. Auch die fest montierte Markise ist über die VGV abgesichert, da alle fest eingebauten Gegenstände ihre Selbstständigkeit verloren haben, wie es heißt.

Zum Wohnhaus gehörige kleinere Nebengebäude wie z.B. ein Geräteschuppen sind in der Regel beitragsfrei mitversichert. Größere Nebengebäude wie eine Garage oder eine Scheune müssen dagegen besonders benannt werden, damit der Versicherungsschutz auch für sie gilt.

Allerdings muss die Verglasung am Haus bei einigen Versicherungen über eine separate Versicherung geschützt werden, die dann die Bereiche abdeckt, die von der normalen Hausratversicherung ausgenommen sind.

Das bewegliche Inventar wie die Möbel ist nicht mitversichert, dafür ist die Hausratsversicherung zuständig und für Schäden, die anderen Menschen zustoßen die Grundbesitzerhaftpflicht (keine Pflichtversicherung aber ebenfalls sinnvoll).

Welche grundsätzlichen Leistungen sind bei der VGV abgesichert?

Die Wohngebäudeversicherung ist eine Sachversicherung, welche das Wohngebäude gegen bestimmte Gefahren wie z.B. Feuerschäden, Sturmschäden, Hagel, Leitungswasser und den damit verbundenen Kosten absichert. Entsprechend kann eine Brandschutzversicherung, Sturmversicherung u.a.m abgeschlossen werden, was schnell zu einem Wirrwarr an Einzelversicherungen führt.

wohngebaeude
© image4you / pixabay.com (publid domain)
Daher ist es heutzutage ist üblich eine sogenannte verbundene Wohngebäudeversicherung (VGV) abzuschließen, die alle notwendigen Versicherungsleistungen in einer einzigen Police verbindet. Und das sind üblicherweise aus drei Einzelschutzelementen: einer Blitz-/Feuer-, einer Sturm/Hagel- und einer Leitungswasserversicherung. Damit ist dann auch Das bedeutet, die Versicherung übernimmt die Kosten, die aus diesem Risiken entstanden sind, egal ob es sich dabei um eine Reparatur, einen Wiederaufbau oder auch um einen Neubau handelt. Zu den Leistungen gehören aber auch die Kosten für Aufräumarbeiten sowie die Kosten für einen möglichen Mietausfall sowie die Aufwendungen für Ersatzwohnung oder Unterbringung in einem Hotel.

Auch bei den Leistungen gibt es zwischen den Versicherungen Unterschiede. So gilt als Sturm grundsätzlich ein Wind ab der Stärke 8. Doch können auch schon bei geringerer Windstärke Schäden am Haus entstehen. Daher verzichten manche Versicherer auf eine Mindestwindstärke und decken damit alle Windschäden ab.

Neben den oben genannten Risiken gibt es noch sogenannte Elementarschäden wie z.B. Schneedruckschäden am Dach, die nicht zum Standard einer Wohngebäudeversicherung gehören. Sie können aber separat mit abgesichert werden.

Absicherung von Elementarschäden und anderen Zusatzleistungen

Um eine passende Wohngebäudeversicherung abzuschließen, die den bestmöglichen Schutz bietet, gibt es diverse weitere Risiken zu beachten und gegebenenfalls mit abzusichern. Dazu gehören insbesondere die Elementargefahren, zu denen diverse Naturkatastrophen gehören, deren Zerstörungskraft ganz besonders groß ist und die in den letzten Jahren deutlich zugenommen haben.

Zu den Elementarschäden gehören Erdbeben, Erdrutsch, Erdsenkung, Lawinen, Schneedruck, Überschwemmungen und Rückstau. Von solchen Elementarschäden sind unter anderem am Hang liegende oder am Wasser stehende Häuser bedroht. Schneedruck entsteht besonders leicht auf Flachdächern, vor allem wenn es viel und anhaltend schneit und die Last des Schnees immer stärker wird.

Ableitungsrohre sind üblicherweise nur im Innern eines Gebäudes abgesichert. Sind sie außerhalb des Gebäudes durch Witterungseinflüsse und Frost gefährdet, lohnt eventuell eine entsprechende Ausdehnung des Versicherungsschutzes.

Es bleiben bei der VGV eine Menge an Variablen, die noch dazu vom jeweiligen Versicherungsunternehmen abhängig sind, weshalb eine sorgfältige Prüfung der jeweiligen Police und entsprechende Bedarfsanpassung unerlässlich ist.

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