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Gemütliche Stunden am Kachelofen

Kachelofen als Treffpunkt für die Nachbarschaft

Wenn die Tage kürzer und es draußen kälter wurde, gehörte es im Erzgebirge zur Tradition, dass man sich zum „Hutzen“ traf. Gerade in der Vorweihnachtszeit versammelte man sich dann gemütlich auf der Ofenbank rund um den Kachelofen, wärmte sich und erzählte sich Geschichten. Die Frauen machten Handarbeiten, während die Männer schnitzten. Zur damaligen Zeit hatten die Menschen meist nur eine Stube, in der sie zugleich lebten und arbeiteten. Der Kachelofen diente als Wärmequelle. Die genaue Geschichte des Kachelofens ist nicht eindeutig belegt. Man nimmt an, dass er um das 11. Jahrhundert herum entstanden ist. Vorläufer gab es möglicherweise bereits früher. Seit dem 11. Jahrhundert hat er sich jedoch immer weiter verbreitet. Mit der Erfindung von Radio und Fernsehen ist die Tradition des „Hutzengehens“ wohl langsam ausgestorben. In zahlreichen Haushalten wurde auch der Kachelofen durch eine moderne Heizung ersetzt. Doch viele haben sich den Ofen als zusätzliche oder alternative Heizquelle bewahrt.

Holzofen als Alternative zu Erdöl und Erdgas

In Zeiten der Energiewende, wo vor etwaigen Stromausfällen gewarnt wird, mag so mancher froh sein, einen Ofen oder einen Kamin zu besitzen. Steigende Öl- und Gaspreise lassen viele Hausbesitzer in Sachen Heizungsbetrieb ebenso nach Alternativen suchen. Es sind also bei Weitem nicht nur nostalgische Gründe, die wieder zu anderen Heizungsmöglichkeiten zurückführen. Der Brennholz Handel bekommt wieder mehr Zulauf. Holz gehört zu den sogenannten „erneuerbaren Energien“. Das heißt, es wächst im Gegensatz zu Erdgas oder Erdöl wieder nach. Häufig ist Brennholz ein Nebenprodukt, dass ohnehin in der Holz verarbeitenden Industrie anfällt. Besonders umweltfreundlich ist es dann, wenn man einen Holzlieferanten aus der näheren Umgebung beauftragt, Holznachschub zu liefern. Bei der Holzverbrennung entstehen allerdings ebenso Emissionen, weshalb bei Holzheizungen der Einbau von Filtern vorgeschrieben ist.

Der Kamin

brennholz
© Birgitta Hohenester / pixelio.de
Den offenen Kamin kennt die Menschheit seit rund 800 Jahren. Viele Hausbesitzer träumen von einem eigenen Kamin. Zweifellos verbindet man einen Holzkamin unweigerlich mit Wärme und Behaglichkeit. Das knisternde Holz und das prasselnde Feuer sind der Inbegriff für Gemütlichkeit und nicht nur rein optisch ein Hingucker. Viele Kaminbesitzer schwören zudem auf die angenehme Wärme, die diese Feuerstelle ausstrahlt, die mit der oft trockenen Heizungsluft kaum zu vergleichen ist. Interessenten können sich zwischen unterschiedlichen Varianten entscheiden. Da wäre zunächst der allseits bekannte offene Kamin. Alternativ stehen außerdem der Heizkamin oder ein Kamin zur Heißwasserbereitung zur Wahl. Selbstverständlich lässt sich der Kamin an die individuelle Einrichtung des potenziellen Kaminbesitzers anpassen. Längst gibt es nicht mehr nur die klassische Kaminversion, sodass man auch zum modernen Ambiente den entsprechenden Kamin findet.

Kaminbausatz für den Heimwerker

Für den Heimwerkerkönig stehen Kaminbausätze zur Verfügung. Wer sich den Einbau zutraut, kann es damit versuchen. Handwerklich weniger Begabte, sollten lieber einen Spezialisten beauftragen. Zudem gibt es regionale Vorschriften, über die der Kaminfachmann am besten Bescheid weiß. Erkundigen kann man sich diesbezüglich auch beim Bezirksschornsteinfeger. Dieser kennt alle Regeln und Normen, die beachtet werden müssen.

Vorteile des Kamins

Ein Kamin ist nicht nur ein Blickfang für Besitzer und Gäste, er zahlt sich auch als zusätzliche Heizung aus. Wenn das Wetter wieder einmal Kapriolen schlägt und es mitten im Sommer eisig kalt wird, sich die Eröffnung der Heizperiode jedoch noch nicht lohnt, leistet der Kamin ebenfalls gute Dienste. Das Sitzen vor dem offenen Kamin ist besonders romantisch. Eine Glasscheibe dient meist als Trennwand bei geschlossenen Kaminen. Auf das behagliche Knistern des Feuers müssen Besitzer dieser Kaminsysteme zwar verzichten, dafür gelten die Wärmeleistungen hier als besonders effektiv.

Was es beim Kaminholz zu beachten gibt

Auch beim Kaminholz gibt es Unterschiede. Denn die verschiedenen Holzsorten unterscheiden sich in ihren Brenneigenschaften. Nadelholz verfügt in der Regel über einen höheren Harzgehalt als Laubholz, weshalb es schneller abbrennt. Holzbriketts erzeugen bei der Verbrennung eine relativ geringe Schadstoffmenge.

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